Der emeritierte Mathematik-Professor Dr. Willi Freeden ist von der European Geosciences Union (EGU) mit der Vening Meinesz Medal ausgezeichnet worden. Sie ehrt damit herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Geodäsie, in dem es um die Vermessung und Abbildung der Erdoberfläche geht. Freeden war von 1994 bis 2015 Professor für Geomathematik an der TU Kaiserslautern. In seiner Forschung befasst sich Freeden unter anderem mit Geothermie, Gravitation, Magnetik und der mathematischen Geodäsie. Die Auszeichnung wurde ihm bereits 2020 zugesprochen, aufgrund der Corona-Pandemie fand die feierliche Zeremonie erst am 22. April 2021 statt.

Bereits seit 1989 war Professor Freeden an der TU Kaiserslautern im Fachbereich Mathematik im Lehrgebiet Technomathematik tätig. Zuvor hatte er eine Professur an der Rheinisch Westfälischen Hochschule Aachen inne, an der er auch studierte, promovierte und sich habilitierte. Ein Forschungsaufenthalt brachte ihn zudem von 1981 bis 1982 an die Ohio State University.
1994 trat er die Professur für Geomathematik an, deutschlandweit die erste mit diesem Forschungsgebiet.

Zudem war er von 2001 bis 2002 Dekan des Fachbereichs Mathematik und Leiter der Graduiertenschule „Mathematik als Schlüsseltechnologie“. Von 2002 bis 2006 war er Vizepräsident für Forschung und Technologie und zur selben Zeit auch Gründungsdirektor der International School for Graduate Studies (ISGS).

Er betreute über 40 Promotionen, organisierte über 45 internationale Konferenzen, veröffentlichte zahlreiche Bücher und Fachbeiträge. Außerdem hatte er die Chefredaktion bei vielen Fachzeitschriften inne wie dem „International Journal on Geomathematics (GEM)“ des Springer Verlags.

2018 würdigte ihn die Eurasian Association on Inverse Problems (EAIP) bereits für seine Forschungsleistungen im Bereich der „Inversen Probleme“. Die jetzige Ehrung sollte Professor Freeden bereits 2020 erhalten. Aufgrund der Pandemie hat die EGU die offizielle Verleihung erst am 22. April veranstaltet.

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