Professorin Dr. Karina Pallagst vom Fachbereich Raum- und Umweltplanung ist von Universitätspräsident Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter zur Gründungsbotschafterin ernannt worden. Pallagst lehrt und forscht an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) zu Internationalen Planungssystemen. Gründungsbotschafterinnen und -botschafter sollen helfen, den Gründergeist auf dem Campus weiter auszubauen und junge Menschen dazu inspirieren, ihre Ideen in eigenen Unternehmen zu verwirklichen.

An der TU Kaiserslautern gibt es mittlerweile neun Gründungsbotschafterinnen und -botschafter in verschiedenen Fachbereichen. Sie bringen unter dem jeweiligen fachspezifischen Blickwinkel Aspekte der Gründungsförderung in Lehrveranstaltungen und Gremiensitzungen ein, stehen im Austausch mit den Studierenden, vernetzen die Fachbereiche untereinander und stehen zudem mit der Hochschule Kaiserslautern im Austausch. Auch Professorin Pallagst hat sich des Themas angenommen. Im Sommersemester hat sie sich zum Beispiel bei einem digitalen Workshop engagiert, bei dem Studierende Ideen und Konzepte erarbeitet haben, um Dörfer in der Region und die Mehrwerte der ländlichen Räume attraktiver und nachhaltiger zu gestalten. Auf ihre neue Aufgabe freut sie sich: „In Vorlesungen und Seminaren erlebe ich immer wieder, wie viele innovative und kreative Ideen Studierende haben. Diese aufzugreifen und in die Praxis umzusetzen ist wichtig. Hier möchte ich gerne meinen Beitrag leisten und meine Unterstützung anbieten.“

Auch für Universitätspräsident Professor Poetzsch-Heffter ist das Gründen ein wichtiges Thema: „Damit schaffen wir es, Entwicklungen und Innovationen aus der Universität hinaus in die Anwendung zu bringen, um langfristig neue Unternehmen in der Region anzusiedeln, Arbeitsplätze zu schaffen und Wirtschaftskraft zu fördern. Umso wichtiger ist es, dass wir an der TU Kaiserslautern mit einer Reihe von Fördermaßnahmen dabei helfen. Ich danke Frau Pallagst für ihr Engagement, um den Gründergeist auf unserem Campus mit zu verbreiten.“

Die TU Kaiserslautern und die Hochschule Kaiserslautern haben mit ihrem Konzept „Ideenwald – Offenes Ökosystem für Gründung, Innovation und Wachstum“ Ende 2019 den Zuschlag beim Wettbewerb „EXIST Potentiale“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erhalten. Koordiniert wird das Vorhaben an der TU Kaiserslautern im Gründungsbüro der beiden Hochschulen.

Ziel ist es unter anderem, ein engmaschiges Netzwerk von Gründungsinteressierten, Start-ups und etablierten Unternehmen zu schaffen sowie Begegnungsstätten, Werkstätten und Kreativräume zur Verfügung zu stellen. Zudem gibt es verschiedene Seminare und Workshops für Interessierte, etwa Sommercamps, bei dem es darum geht, mit welchen Methoden sich eigene Ideen verwirklichen lassen. Darüber hinaus helfen Gründungsbotschafterinnen und -botschafter dabei, den Gründergeist auf dem Campus zu verbreiten. Das BMWi fördert das Projekt für vier Jahre mit zwei Millionen Euro.

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