Die Universität der Großregion (UniGR) hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, mit dem Ziel, eine breite Community rund um die Themen Recycling und die Verwendung von technologischen Materialien, auch bekannt als Geo-Materialien, zu vernetzen. Das Projekt mit dem Namen UniGR-CIRKLA wurde offiziell am 1. Juni im Rahmen einer Auftaktveranstaltung gestartet, die ein großes Publikum virtuell zusammenbrachte. Als Lehr-, Forschungs- und Innovationsplattform zielt das Kompetenzzentrum UniGR-CIRKLA darauf ab, unser Kreislaufwirtschaftsmodell und unseren Umgang mit Ressourcen zu überdenken, um den Zugang für zukünftige Generationen zu sichern.

Mehr als hundert Personen aus Wissenschaft, Forschung, Industrie und regionalen Verwaltungen nahmen am offiziellen Start des Projekts teil, der am Dienstag, den 1. Juni, online stattgefunden hat. Die von der Universität der Großregion (UniGR) gegründete Initiative UniGR-CIRKLA – Esperanto für „kreisförmig“ – zielt darauf ab, ein breites Publikum rund um das Thema Verwendung und Recycling von geobasierten Materialien, die insbesondere im Bausektor verwendet werden, zusammenzubringen. Der Bausektor ist einer von vielen Bereichen, in denen der Einsatz von Ressourcen schon immer zu linear gedacht wurde: Extraktion, Produktion, Abfall. „Der Fall der Sandgewinnung und -nutzung ist dafür gut anschaulich“, erklärt Eric Pirard, Ingenieurgeologe und Projektkoordinator an der Universität Lüttich. „Jedes Jahr werden Dutzende von Gigatonnen Sand aus Minen abgebaut und zum Bau von Häusern oder zur Herstellung von Photovoltaik-Modulen verwendet. In keinem der beiden Fälle wird die grundlegende Ressource – der so kostbare Sand – recycelt, da die Mittel, die wir heute für seine Verarbeitung verwenden, dies nicht zulassen. Und genau darüber wollen wir im UniGR-CIRKLA Netzwerk nachdenken.“

Das Kompetenzzentrum ist grenzüberschreitend, transversal und interdisziplinär angelegt, um die größtmögliche Community innerhalb der Großregion und darüber hinaus zu vereinen. „Mit der Gründung dieses neuen interdisziplinären Kompetenzzentrums bekräftigt die UniGR ihren Willen, sich auf wissenschaftliche Bereiche zu spezialisieren, die den technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Großregion entsprechen. Indem sie Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammenbrachte, ebnete die Veranstaltung vom 1. Juni den Weg in eine vielversprechende Zukunft“, freut sich Prof. Dr. Manfred Schmitt, Präsident der Universität der Großregion.

In den verschiedenen Workshops, die am Nachmittag stattfanden und den Forschenden der UniGR vorbehalten waren, konnten bereits zahlreiche Ideen für konkrete Aktionen kurz-, mittel- und längerfristig geplant werden.

UniGR-CIRKLA vereint schon jetzt viele Forschungszentren, Projekte und Fachleute aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen mit dem Ziel, eine breite Community rund um die Fragen und Themen im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Und möglicherweise auch um die Entstehung eines Wettbewerbsclusters in der Kreislaufwirtschaft der Großregion zu fördern, der alle akademischen und industriellen Akteure versammeln würde.

Es sind darüber hinaus unter anderem auch Kommunikations- und Sensibilisierungsinitiativen im Hinblick auf die Aus- und Weiterbildung der jüngeren Generationen vorgesehen. „Wir sind weit davon entfernt, „kreisförmig“ zu sein“, antwortet Eric Pirard. „Es mag lange dauern, aber wir müssen jetzt unsere Art zu konsumieren überdenken, um zukünftigen Generationen einen ausreichenden Zugang zu Ressourcen zu sichern. Und genau mit diesem Ziel vor Augen haben wir UniGR-CIRKLA konzipiert.“

Weitere Informationen unter https://www.uni-gr.eu/de/CIRKLA

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